Newsletter 3/2007
Verehrte Kunden,
wir erlauben uns, Ihnen heute unseren dritten Newsletter des Jahres zu übersenden,
der Sie über neue Entwicklungen und Produkte unseres Hauses informieren
soll.
Frappierende Wirkungssteigerung durch neue Zusatzgeräte für Feststoff-Mischer:
Rotor/Stator-Mühlen
|
Intensivmischer horizontaler oder vertikaler Bauart mit randgängigem Pflugschar- oder ähnlichen Schaufel-Mischwerk haben normalerweise keine Probleme, Schüttgüter unterschiedlicher Korngröße und Schüttdichte miteinander zu vermischen. Zu Schwierigkeiten kommt es aber oft schon, wenn das Gemenge sehr feine Pulver enthält, die aufgrund ihrer Partikelgröße und Form – auch ohne Flüssigkeitszugabe – Agglomerate bilden. Als Mischhilfen genügt in diesen Fällen schon die Ausrüstung mit hochtourigen Einbau-Messermühlen. |
![]() Bild 1: Rotor/Stator-Einbaumühlen mit einem Intensiv-Mischer |
Werden jedoch Flüssigkeiten zugegeben, unterstützen solche Messermühen die Granulierungstendenzen. Das verstärkt sich noch, wenn durch Zugabe hochviskoser Flüssigkomponenten sogar größere, inhomogene Agglomerate entstehen.
Verlängerte Einwirkungszeiten führen nicht zur Auflösung, sondern im Gegenteil zur Verdichtung der Agglomerate.
Abhilfe schaffen hier Rotor/Stator-Einbaumühlen mit definierten Scherzonen und Zwangsdurchpressung. Diese Zusatzgeräte werden im unteren Bereich des Mischraumes eingebaut, wo aufgrund des Mischer-Wirkprinzips die größte Materialhäufung stattfindet. – Grundsätzlich lassen sich derartige Rotor/Stator-Mühlen auch nachträglich in Mischer einbauen.
So funktionieren die patentierten Rotor/Stator-Einbaumühlen:
|
Der Rotor der R/S-Einbaumühle saugt im Haufwerk das Arbeitsgut von unten und oben an. Die Zentrifugal-Beschleunigung presst das Mischgut bevorzugt durch die im Randbereich des Stators befindlichen Scherkränze. Beide Stoffströme vereinigen sich und werden durch den längsmittig angeordneten Messer-Rotor seitlich durch die Mahlöffnungen ins Haufwerk ausgeworfen. Die äußeren Rotorkanten bilden mit den seitlichen Stegen der Fenster scherende Mahlspalten, die Agglomerate sicher zerlegen. Das Zentral-Mischwerk fördert ständig neues Mischgut in die Ansaugbereiche der R/S-Einbaumühlen, die auch größere Zusammenballungen ohne Verstopfungsgefahr einziehen. |
![]() Bild 2: Patentierte Rotor/Stator-Mühle mit Gegenstrom-Ansaugung |
Interessante Anwendungen für Intensiv-Mischer mit den patentierten Rotor/Stator-Einbaumühlen
|
Pflanzenschutz: Backfertige Mehle: Verpasten von Ölfrüchten: Trocknen von Pulvern aus Lösungen oder Suspensionen: |
![]() Bild 3: Wirkprinzip der Rotor/Stator-Einbaumühle |
Wiederaufarbeiten von Schokobruch, Schokoriegeln, Pralinen, Nussdragees
und dergleichen (Rework):
Zerteilen, Verteilen und Homogenisieren der Rework-Massen sowie gleichzeitiges
Austreiben der flüchtigen Bestandteile im Rahmen eines Vakuum-Trocknungsprozesses.
Tests im Technikum:
Im Technikum der LIPP Mischtechnik GmbH in Mannheim steht eine Anlage für
Versuche zur Verfügung, um die Probe aufs Exempel zu machen.
![]() Bild 4: Vakuum-Mischtrockner mit drei Rotor/Stator-Einbaumühlen |
![]() Bild 5: Intensivmischer mit einseitiger Mischwerkslagerung und zwei Rotor/Stator-Einbaumühlen mit Gegenstrom-Ansaugung (Innenansicht auf Bild 1) |




